Das
Orchester

Die Deutsche Philharmonie Merck ist benannt nach der Apothekerfamilie Merck, die 1668 die Grundlage schuf für das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt – die heutige Firma Merck in Darmstadt. Seit jeher ist diese Familie, aus der auch Johann Heinrich Merck – der Freund und Förderer des Dichters Johann Wolfgang Goethe – entstammte, für ihr kulturelles Engagement bekannt. Dieser Tradition fühlt sich die Philharmonie Merck in ganz besonderer Weise verpflichtet.

Merck unterstützt die Deutsche Philharmonie Merck, die ihre Anfänge als Werksorchester hatte. Bereits im Jahr 1966 schlossen sich musizierfreudige Mitarbeiter zu einem „Instrumentalkreis im Hause Merck“ zusammen, der sich im Laufe der Jahre zu einem Kammerorchester, dann einer Kammerphilharmonie und schließlich im Jahre 2003 zur Deutschen Philharmonie Merck erweiterte. Aus dem einstigen Werksorchester wurde eines der leistungsfähigsten freien Orchester der deutschen Musiklandschaft – „ein Orchester auf dem besten Weg nach oben“, so das Urteil der Presse.

In der Deutschen Philharmonie Merck, der seit der Saison 2017/2018 der Brite Ben Palmer als Chefdirigent vorsteht, musizieren bis zu 100 professionelle Musiker, die jeweils für bestimmte Arbeitsphasen zusammen kommen. Das Repertoire des Orchesters umfasst alle Stilrichtungen von Barock und Klassik über Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik sowie Crossover-Projekte wie Jazz oder Filmmusik. In jüngster Zeit bildete die Großsinfonik von Gustav Mahler und Anton Bruckner einen Programmschwerpunkt, ebenso wie Werke abseits des allseits Bekannten etwa von Korngold, Rott, Vaughan Williams oder Elgar. Mehr als 25.000 Zuhörer besuchen jährlich die Konzerte in Darmstadt und Umgebung. Mit der Veranstaltung spezieller Kinder- und Jugendprojekte, beispielsweise Sitzkissenkonzerte oder Orchesterwerkstätten verfolgt das Orchester das Ziel, Kinder für klassische Musik zu begeistern und Jugendlichen erste Erfahrungen im Orchestermusizieren zu ermöglichen.

Das Orchester arbeitete bereits mit GastdirigentInnen wie Joana Mallwitz, Guido Johannes Rumstadt, Yoel Gamzou, Leo McFall, Joseph Bastian, Benjamin Shwartz, Johannes Klumpp oder Eric Jacobsen zusammen; für Barock-Projekte geben Alte-Musik-Spezialisten wie Margaret Faultless oder Adrian Chandler den stilechten Ton an. Zu den Solisten, die mit der Deutschen Philharmonie Merck bereits aufgetreten sind, zählen so namhafte Künstler wie Robert Levin, Ewa Kupiec, Lars Vogt, Jürgen und Rainer Kussmaul, Thomas Duis, Antje Weithaas, Maximilian Hornung, Matthias Kischnereit, Petra Lang, Gerhild Romberger und Carolyn Sampson.

Auch als Konzertveranstalter bereichert die Deutsche Philharmonie Merck das Darmstädter Musikleben. So gastierten im Rahmen Ihres Festivals „Musikalischer Herbst“ zwischen 1996 bis 2010 so internationale Spitzenklangkörper wie das Philharmonia Orchestra London, das Gewandhausorchester Leipzig, The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir oder das Gabrieli Consort & Players in der Stadt. Auch außerhalb des Festivals lädt die Deutsche Philharmonie Merck regelmäßig renommierte Ensembles wie das European Union Baroque Orchestra oder das Vokalensemble Amarcord nach Darmstadt.

In der Saison 2016/2017 feierte die Deutsche Philharmonie Merck ihr 50jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wurde mit einem umjubelten und viel beachteten Konzert im Kloster Eberbach mit Vaughan Williams‘ „A Sea Symphony“ unter Beteiligung der Darmstädter und der Frankfurter Kantorei eröffnet.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist die Deutsche Philharmonie Merck auch auf internationalen Podien ein gerne und häufig empfangener Gast. Neben den zahlreichen Konzertreisen in nahezu alle europäischen Länder (mit Zielen wie Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Lissabon, Paris, Trondheim und Wien) trat das Orchester wiederholt auch abseits der bekannten Metropolen abendländischer Musik auf. So reisten die Musiker 2001 auf Einladung des Goethe-Instituts zum „German Festival in India“. Die Konzerte in Millionenstädten wie Mumbai, Bangalore, Kolkata und New Delhi wurden derart positiv aufgenommen, dass sich das Orchester in den kommenden zehn Jahren gleich zwei Mal erneut auf die Reise nach Indien machte; zuletzt im Jahre 2011 wieder in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt zum „German Festival in India“. 2005 standen Brasilien und Mexiko auf dem Tourplan, 2008 trat die Deutsche Philharmonie Merck beim internationalen Musikfestival „The Returns“ in Vilnius (Litauen) auf. 2013 gab sie ein umjubeltes Konzert mit dem „Classic meets Jazz“-Projekt „Teatime at the Savoy“ beim 20. Istanbul Jazz Festival in der Türkei. Dabei musizierte das Orchester mit dem Jazz-Ensemble „Opera Swing Quartet (OS4)“ und stellte seine ungewöhnlich weite stilistische Bandbreite unter Beweis. 2014 war das Orchester in Dubai zu Gast und gab dort ein Galakonzert im Park des Burj Khalifa. 2015 standen Konzerte beim Cambridge Summer Music Festival sowie in Tel Aviv, Mexiko City, Rio de Janeiro und São Paulo, 2017 Marrakesch auf dem immer umfangreicher werdenden Reisekalender der Deutschen Philharmonie Merck. 2018 gastierte das Orchester in Saint Louis und Boston sowie in Shanghai und Beijing und 2019 in Moskau.

Der
Dirigent

Ben Palmer ist Chefdirigent der Deutschen Philharmonie Merck und Gründer und künstlerischer Leiter der Covent Garden Sinfonia, eines der dynamischsten und vielseitigsten Kammerorchester Londons. Als Gastdirigent arbeitet er regelmäßig mit dem Hallé Orchestra, dem BBC Concert Orchestra, dem Orchestra of Opera North, den BBC Singers und den St. Petersburger Symphonikern zusammen. Zu den weiteren aktuellen Engagements zählen das Hong Kong Philharmonic, das BBC Symphony Orchestra, das BBC Philharmonic, das BBC National Orchestra of Wales, das Royal Philharmonic Orchestra, das Royal Scottish National Orchestra, die Royal Northern Sinfonia, das Orchestra of Welsh National Opera, die London Mozart Players, die NDR-Radiophilharmonie, das Deutsche Kammerorchester Berlin, die Heidelberger Sinfoniker, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das Deutsche Filmorchester Babelsberg, die Sinfonietta de Lausanne, das Pilsen Philharmonic Orchestra und das Tschechische Nationale Sinfonieorchester. Zukünftig wird er beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Chethams Symphony Orchestra debütieren.

Ben Palmer ist einer der führenden europäischen Spezialisten für Live-Film-Dirigate und tritt regelmäßig in der Londoner Royal Albert Hall auf, wo

er Filme wie „Jurassic Park“, „Kevin-Allein zu Haus“ und „E.T.-der Außerirdische“ dirigiert hat. Zu seinem Repertoire gehören die „Star Wars-Trilogie“, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, „Zurück in die Zukunft“, „Casino Royale“ und „Skyfall“, „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Psycho“, „Mit Pauken und Trompeten“, „Goldrausch“ und „Metropolis“. Im Jahr 2021 wird er Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“ dirigieren.

Jüngste und bevorstehende Aufnahmen umfassen Alben mit der NDR-Radiophilharmonie (für Sony Classical), dem BBC National Orchestra of Wales, der Covent Garden Sinfonia (Max Richter, Peteris Vasks und Arvo Pärt mit der Geigerin Fenella Humphreys) und der Deutschen Philharmonie Merck (eine Live-Aufnahme von Filmmusik).

Der ausgebildete Trompeter und Komponist studierte Musik an der

Universität Birmingham und schloss sein Studium 2003 mit Auszeichnung ab. Er blieb in Birmingham, um eine MPhil in Komposition zu absolvieren, bevor er 2005 nach London zog, um an der Royal Academy of Music Komposition zu studieren. Von 2011-16 arbeitete er als Assistenzdirigent von Sir Roger Norrington und war zweimal als Probendirigent für Bernard Haitink tätig. Außerdem assistierte er Paul McCreesh beim Gabrieli Consort & Players. Neben seiner Arbeit als Dirigent ist er auch als Komponist, Arrangeur und Orchestrierer gefragt. Im Jahr 2017 wurde er zum „Associate der Royal Academy of Music“ (ARAM) gewählt und hat mehr als drei Viertel seines Lebens damit verbracht, alle 107 Haydn-Sinfonien zu dirigieren.

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